Am Westabhang vom Zugerberg
entstand dereinst der Blasenberg.
Vorher war, soviel ich weiss,
immer nur die Sippe Weiss.
Es war wohl eine grosse Weide
bis an das Mühlebachs Wasserscheide,
vom Tschuoppis bis Hochwacht,
wo sich der Berg bereits verflacht.
Doch hatte man im Mittelalter
zuwenig gute Gutsverwalter.
Und selber wollten die Aristokraten
nur der andern Hähnchen braten.
Drum verkaufte man nahe Zug in grossen Stücken,
um auszufüllen des Geldes Lücken.
Man teilte auch in der Sippenschaft,
damit jeder hatte seine Liegenschaft.
So hat man wohl zu alten Zeiten,
bei irgendwelchen Begebenheiten,
auch unsere Wiesen abgetrennt
und sie dann Blasenberg benennt.
Rund vor hundertsiebzig Jahren
spannte man Ochsen an den Karren
und baute sich dies stolze Haus
und auch der Holzschopf nebenaus.
Ich habe die Jahrzahl einst gelesen,
als ich dort den Giebel hab verlesen.
Der Zimmermann mit kühnem Hieb
die Jahrzahl dort in den Balken trieb.
Dies Haus, es steht auf Mörtelmauern,
wird gut noch hundert Jahr erdauern.
Kein Steinchen fehlt in dem Gefüge.
Ich kann's beweisen, dass ich nicht lüge.
In mühevoller Handarbeit
ist jeder Balken einverleibt,
ist mit dem Beil gar hohl geschnitten
und, wie Fischgrat verzahnt, hineingeritten.
Der Frühling ist da!
Ab Ostern gibt es bei uns feine Spargeln
saftiges Lamm vom Blasenberg
und weitere regionale Köstlichkeiten