1911 bis 1949 |
Doch nun weiter mit meinem Berichte, ich wollte erzählen eine Geschichte. In diesem Jahrhundert, in den ersten Jahren, wollte die Stadt Zug Stunden sparen. Der Männibach brachte Geschiebe, Geröll. Die Stadtzuger sahen nur noch die Höll. Nachdem sie nämlich schon zweimal ersoffen, haben sie in aller Eile beschlossen, den Männibach rasch auszubauen, mit grossen Sperren und Stauen. So wollen Sie dem Unheil begegnen. Der Herrgott möge ihr Werk dann segnen. Bei nasser Arbeit und wenig Sonne war es wirklich keine Wonne die riesengrossen Steine aufzuschichten mit der Leine. Drum frug man auf der Herren Geheiss meinen Vor-Vorgänger, den Miggel Weiss, ober er nicht wolle eine Wirtschaft führen und am Mittag für die Maiser die Suppe rühren. Sie gäben ihm dann justament für immer hier das Wirtepatent. Er war dann sicher kein schlechter Wirt, auf jeden Fall besser als Rinderhirt. Mit seinem Gewicht wurd er nicht alt. Mit 45 war sein Leben schon kalt. Noch kurz zuvor, zu unserem Leid, verkaufte er noch die Blasenbergweid (7ha). Seine Frau verkaufte in zweiter Ehe den Blasenberg dann einem Kennel - oh wehe! Denn nach weitern zwanzig Jahren murrten die Gläubiger in Scharen. Sein Vormund wollte dann verpachten und das Recht der Kinder achten. Doch war die Schuldenlast zu gross. Der Konkurs lag ihm im Schoss. weiter zur Geschichte von 1949 bis 1952 |