bis 1911 |
Am Westabhang vom Zugerberg entstand dereinst der Blasenberg. Vorher war, soviel ich weiss, immer nur die Sippe Weiss. Es war wohl eine grosse Weide bis an das Mühlebachs Wasserscheide, vom Tschuoppis bis Hochwacht, wo sich der Berg bereits verflacht. Doch hatte man im Mittelalter zuwenig gute Gutsverwalter. Und selber wollten die Aristokraten nur der andern Hähnchen braten. Drum verkaufte man in grossen Stücken, um auszufüllen des Geldes Lücken. Man teilte auch in der Sippenschaft, damit jeder hatte seine Liegenschaft. So hat man wohl zu alten Zeiten, bei irgendwelchen Begebenheiten, auch unsere Wiesen abgetrennt und sie dann Blasenberg benennt. Rund vor hundertsiebzig Jahren spannte man Ochsen an den Karren und baute sich dies stolze Haus und auch der Holzschopf nebenaus. Ich habe die Jahrzahl einst gelesen, als ich dort den Giebel hab verlesen. Der Zimmermann mit kühnem Hieb die Jahrzahl dort in den Balken trieb. Dies Haus, es steht auf Mörtelmauern, wird gut noch hundert Jahr erdauern. Kein Steinchen fehlt in dem Gefüge. Ich kann's beweisen, dass ich nicht lüge. In mühevoller Handarbeit ist jeder Balken einverleibt, ist mit dem Beil gar hohl geschnitten und, wie Fischgrat verzahnt, hineingeritten. weiter zur Geschichte von 1911 bis 1949 |