1980 bis 1985
 
Doch dabei gibt es auch die Neider.
Sie tragen oft die wärmsten Kleider.
Du findest sie in allen Schichten,
wie sie manchmal Blödsinn dichten.

So schwatzte man in der Wirtschaftsrunde
ein Polizist und brach die Runde,
der Kapaun sei mit Hormon
stummgelegt, das wiss er schon.

Auch die Behörde spannt ein Netz,
beruft sich stur auf ihr Gesetz.
Was seinerzeit mal richtig war,
macht heute krank die Gästeschar.

Sogar die Stube hier da drinnen
hätt weichen müssen nach ihrem Sinnen.
Dies Haus, es sei wohl schützenswert
von weitem sichtbar und begehrt.

Schützenswert ist nur Fassade.
Innen - das ist es ja gerade -
Da kannst du Kalbereien machen,
das ganze Haus zu Grunde schachern.

Von Büffet, WC, Küchenrauch
und vom Wasser reden's auch.
Strom und Lüftung - welch Geschrei!
...und von Finanzen nur so nebenbei!

Wohl zwei Dutzend teure Herren
plagen uns mit ihren Schnörren
jahrelang mit ihrer Macht
bis jedes Detail ist durchdacht.

Jeder Ziegel ist im Plan
bis der nächste zarte Hahn
schmoren darf in Ofenhitze
und der Gast sich freut auf seinem Sitze.

Ich alleine wär verloren.
Ich hätte wirklich lange Ohren
ohne meine Architekten
die manchem Missmut mir verdeckten.

Nicht nur muss er Pläne schmieden.
Er muss kämpfen mit Intrigen.
Er muss oft mit Worten fechten
und überzeugen die Gerechten.

Und der Polier, der arme Hund,
nimmt Pläne, einen ganzen Bund
mit nach Hause zum Studieren
zum Durchrechnen und Probieren.

Denn hintendurch, das wissen alle,
das ergab die grosse Falle.
Vier Höhen hatte diese Decke
für ganz bestimmt andre Zwecke.

Arbeitsmässig ist das Ganze
wohldurchdacht in neuem Glanze.
Mög der Gast sich heimisch fühlen,
wenn wir für ihn die Suppe rühren.

Und hat es Ihnen hier gefallen,
denken Sie mit Wohlgefallen
in Ihrem täglichen Geschick
an diesen trauten Ort zurück.

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