1980 bis 1985 |
Doch dabei gibt es auch die Neider. Sie tragen oft die wärmsten Kleider. Du findest sie in allen Schichten, wie sie manchmal Blödsinn dichten. So schwatzte man in der Wirtschaftsrunde ein Polizist und brach die Runde, der Kapaun sei mit Hormon stummgelegt, das wiss er schon. Auch die Behörde spannt ein Netz, beruft sich stur auf ihr Gesetz. Was seinerzeit mal richtig war, macht heute krank die Gästeschar. Sogar die Stube hier da drinnen hätt weichen müssen nach ihrem Sinnen. Dies Haus, es sei wohl schützenswert von weitem sichtbar und begehrt. Schützenswert ist nur Fassade. Innen - das ist es ja gerade - Da kannst du Kalbereien machen, das ganze Haus zu Grunde schachern. Von Büffet, WC, Küchenrauch und vom Wasser reden's auch. Strom und Lüftung - welch Geschrei! ...und von Finanzen nur so nebenbei! Wohl zwei Dutzend teure Herren plagen uns mit ihren Schnörren jahrelang mit ihrer Macht bis jedes Detail ist durchdacht. Jeder Ziegel ist im Plan bis der nächste zarte Hahn schmoren darf in Ofenhitze und der Gast sich freut auf seinem Sitze. Ich alleine wär verloren. Ich hätte wirklich lange Ohren ohne meine Architekten die manchem Missmut mir verdeckten. Nicht nur muss er Pläne schmieden. Er muss kämpfen mit Intrigen. Er muss oft mit Worten fechten und überzeugen die Gerechten. Und der Polier, der arme Hund, nimmt Pläne, einen ganzen Bund mit nach Hause zum Studieren zum Durchrechnen und Probieren. Denn hintendurch, das wissen alle, das ergab die grosse Falle. Vier Höhen hatte diese Decke für ganz bestimmt andre Zwecke. Arbeitsmässig ist das Ganze wohldurchdacht in neuem Glanze. Mög der Gast sich heimisch fühlen, wenn wir für ihn die Suppe rühren. Und hat es Ihnen hier gefallen, denken Sie mit Wohlgefallen in Ihrem täglichen Geschick an diesen trauten Ort zurück. weiter zur Geschichte im Jahr 1986 |